05 Juni 2015

5 Buchreihen ... die ihrem Hype gerecht werden

Hype, das böse Wort aus dem Internet. Mittlerweile hat das Begeisterung ausdrückende Wort sogar seinen Einzug in den Duden gefunden. Und das mit Recht.
Es gibt halt Worte, die beschreiben Dinge ziemlich treffend.
Grade wenn es um Bücher, Serien, Filme und Spiele geht, wird das Wort aus der Kisten geholt und ganz groß irgendwo hingeklatscht. So auch bei Buchreihen. Grade hier finden viele "Fandoms" ihren kleinen sicheren Platz, zwischen flauschigen Geschichten, dramatischen Charaktertoden und endlos kitschigen Liebesgeschichten.
Doch warum funktionieren manche Geschichten so unglaublich gut? Was haben diese Geschichte an sich, dass sie so unglaublich gehyped werden? Und ist jeder Hype wirklich nötig und gerechtfertigt?
Ich hab da mal was vorbereitet. 5 Buchreihen, die auf ihre Weise aus der Literaturgeschichte der letzten Jahre nicht mehr wegzudenken sind und der Grund, warum sie ihrem Hype gerecht werden.
Natürlich rede ich hier nicht von Vermutungen oder guten Wikipedia Zusammenfassungen. Gelesen habe ich die Bücher selbstverständlich alle.

Platz 5: "Die Bestimmung"

Immer wieder leiden Bücher unter ihren Kinofilmen. Auch hier wird es irgendwie schwierig. "Die Bestimmung" ist auch eine Buchreihe, die es nicht grade leicht hat.
Der Film war okay, keine Meisterleistung. Ähnlich wie andere Filme irgendwie auf Verletzlichkeit der Protagonistin und fehlenden Ernst getrimmt. Beim Lesen hatte man immer ein gewissen Stress Gefühl, was unglaublich gut in die Story passt. Die Situation ist bedrückend und unglaublich spannend. Im Film schwingt immer so ein wenig Lovestory Chaos mit und wirklich hart wirkt die ganze Situation nicht. Das Buch ist eine knall harte Dystopie. Der Film wirkt eher ein wenig "ist alles nicht so rosig grade".
Aber zurück zum Buch. Eine unglaublich gute Idee eine Dystopie darzustellen. Auch die Auflösung der ganzen Geschichte ist, bis auf eine Ausnahme, unglaublich eindrucksvoll und kam durchaus überraschend.
Der Schreibstil ist gut, nicht zu sehr auf Kinder- bzw. Jugendbuch getrimmt, was wirklich Spaß gemacht hat. Der Bezug zur Realität ist erschreckend und man erkennt sich mehr oder weniger in den Fraktionen wieder. Ich mag es, wenn Gesellschaftskritik mitschwingt, da durch Bücher einfach eine Ebene erreicht wird, mit der sich viele nicht genug auseinander setzten. Ich mags.


Platz 4: "Percy Jackson"

"Percy Jackson" mag den meisten nur von dem sehr mittelmäßigen Kinofilm bekannt sein, doch hinter der recht grenzwertigen Darstellung steckt eine ganz ganz große Buchreihe.
Dass Rick Riordan einer meiner absoluten Lieblingsautoren ist, muss ich wahrscheinlich nicht mehr sagen. Der Schreibstil ist simpel, auf Jugendliche ausgerichtet, verliert dabei aber auf keinen Fall seine Qualität seinen Reiz oder seine Massentauglichkeit.

Die Referenzen sind alle ausführlich recherchiert und man lernt tatsächlich beim Lesen eine ganze Menge. Vielleicht liegt es an mir, dass ich einfach nur unglaublich auf griechische Mythologie stehe, aber ein Thema, was normalerweise stink langweilig im Geschichtsunterricht besprochen wird, ist plötzlich unglaublich interessant.
Die Charaktere sind super geschrieben, schön durchdacht, fernab von jeglichen Klischees und nicht übermütig, sondern durchaus geerdet.
Durch den Bezug zur realen Welt macht die Geschichte noch viel mehr Spaß, da man Orte, Ideen und
auch gesellschaftliche Reaktionen super gut nachvollziehen und sich vorstellen kann.

Platz 3: "Das Lied von Eis und Feuer/ Game of Thrones"

Spätestens jetzt hat jeder von "Game of Thrones" beziehungsweise der deutschen Version "Das Lied von Eis und Feuer" gehört und kann sich grob etwas darunter vorstellen.
George R.R. Martin schmeißt einen sehr unsanft und ruppig mitten in eine mittelalterliche Welt, in der schon im Prolog Menschen geköpft werden.
Der Schreibstil ist nicht leicht, die Bücher werden schnell anstrengend, bringen aber eine Faszination mit sich, die momentan seines Gleichen sucht.
Doch warum?
Fangen wir mal recht logisch an. Durch die Show wurden viele auf die Bücher aufmerksam und interessierten sich plötzlich für ein Genre, das normalerweise eher nicht massentauglich ist. So weit, so gut. Doch wären die Bücher auch ohne die Serie so beliebt geworden? Ich wurde behaupte nein.
Die Serie übernimmt die Bücher gut, weicht teils ab, fügt Dinge hinzu und lässt manches weg, doch das ist in Ordnung. Doch eins haben die Bücher, was die Serie nicht hat: die Gedanken von George R.R. Martin. Klar, er steckt mit hinter der Serie, jedoch wurden viele Veränderungen und Entscheidungen den Fans zu Liebe gemacht und getroffen. Viele Klischees wurden dementsprechend erfüllt, die in den Büchern absichtlich nicht angerührt wurden.
Martin schreibt eine Welt, die fernab von Träumen liegt, doch durch seine unglaublichen Geschichten begeistert, mitreist und gespannt macht. Seine Art und Weise Charaktere zu schreiben geht weit über das hinaus, was man von 0815 Fantasy-Autoren kennt. Eine gewisse Reife im Bezug auf jegliche gesellschaftlichen Streitpunnkte schwingt mit. Sei es Homosexualität, Religionen (mehr oder weniger ..) oder Frauen. Frauen? Ja, Frauen! Wenige Autoren wagen sich von Klischees weg und stellen Frauen auch mal stark, interessant und nicht ausschließlich sexualisiert dar. Gut, man muss vielleicht erst ein wenig lesen um zu verstehen, was ich meine, aber es ist da. Das Potential für eine verdammt gute Buchreihe ist hier wirklich überall zu finden.


Platz 2: "Die Tribute von Panem"

Ich gebe zu, ich hätte nie gedacht, dass "Die Tribute von Panem" so durch die Decke gehen würde. Dafür gibts mehrere Gründe, die vielleicht für den ein oder anderen nachvollziehbar sind.
Suzanne Collins ist eine brilliante Autorin, was ich schon damals bei der Kinderbuchreihe "Gregor" gemerkt habe. Ihr Schreibstil ist sehr direkt und ehrlich. Genau das ist es, was mich bei "Die Tribute von Panem" und dessen großen Erfolg stutzig gemacht hat.
Das Buch steckt voller Brutalität, Gesellschaftskritik und geht an manche Themen ohne jegliche Rücksicht dran. Ich mag das, dass das eine so unglaublich große Menge an Menschen auch mag, hätte ich nicht gedacht. Vielleicht sind es auch die Kinofilme, die das Ganze, naja, nicht wirklich kindlicher gemacht haben, aber irgendwie ein wenig abgeschwächt haben. Sie wurden gut umgesetzt, keine Frage, aber dass plötzlich 13 jährige Mädels wie Katniss sein wollen, hat sicherlich mit der medialen Präsenz des Filmes und der Bücher zu tun. Irgendwie fehlt bei solchen Filmen immer die Härte. Nicht auf körperliche oder brutale Weise, sondern auf die Tatsachen bezogen. In den Büchern werden Dinge so absurd und klar dargestellt, dass einem ein Schauer über den Rücken läuft. Das würde vielen nicht mehr passen.
Doch ich mag das. Ich mag die Tiefen der Bücher, die Ehrlichkeit, die brutale Wahrheit und auch den irgendwo wahren Funken der Dystopie. Der Gedanke und auch die Darstellung kommt nicht von ungefähr. Alles hat seinen mehr oder weniger realen Grund, was man merkt, wenn man sich genauer mit der Geschichte, den Stilmitteln und auch den Charakteren auseinandersetzt. 

Platz 1: "Harry Potter"

Wie sollte es anders sein. Hier muss einfach "Harry Potter" stehen.
Wenige Bücher haben mich so enorm in ihren Bann gezogen, mich so glücklich und zugleich traurig gemacht, wie diese.
Ein Schreibstil, der seines Gleichen sucht. Eine Geschichte, die perfekt in die Realität eingebettet ist, wodurch sie nicht den Boden verliert, wie leider viel zu viele Geschichten. Der Bezug zu Orten und Menschen ist selten so extrem wie hier. Die Geschichte schafft das Spagat zwischen Kinder- und Erwachsenenbuch. Welche Buchreihe kann das schon von sich behaupten?
Die Charaktere sind in jeder Hinsicht ausbalanciert, und setzen tatsächlich einen guten Standard an Vorbildspersonen für Kinder. Die Buchreihe hat die Vorstellung von Zaubern und Magie deutlich geprägt und ist, meiner Meinung nach, in keiner Hinsicht aus der literarischen Vergangenheit und Zukunft wegzudenken.


Wenn ihr Interesse an den Bücher habt, klickt doch einfach mal auf die jeweiligen Titel! :)

Kommentare:

  1. Jaaa *_* Ich liebe diese Reihen. (Game of Thrones habe ich allerdings noch nicht gelesen). Und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mit HP immer noch nicht ganz durch bin...

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    1. Dann raus aus dem Internet und ab ans Buch! :DDD

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  2. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  3. Hii!!

    Also ich habe alle genannten Buchreihen gelesen bis auf Game of Thrones. Das ist einfach nicht meine Genre. Hast du die Reihe Helden des Olymps auch gelesen und wen ja wie fandest du sie?

    LG Agnes

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    1. Hi!
      Ja, ich habe alle Buchreihen von Rick Riordan gelesen. Percy Jackson gefiel mir besser, die Reihe ist trotzdem total super! Auch die Kane Chroniken gefallen mir super gut :)

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